driving east to the coast and crossing border

am

Im Shenandoah National Park verbringen wir 6 Tage und wandern auf verschiedenen kleineren Trails durch den Wald und entlang des Appalachian Trails. Es sind Sommerferien und dann steht auch noch das lange 4. Juli Wochenende bevor, so dass die Zeltplätze ausgebucht sind. Wir haben Glück und können jeweils zwei Nächte auf drei verschiedenen Campingplätzen im Park verbringen, denn wir sind jeweils frühzeitig Mittags am Camping. Sobald ein Platz frei wird, ist er spätestens am Spätnachmittag wieder besetzt, es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Beim Visitor Center Bear Talk erfahren wir, dass es insgesamt ca. 500-800 Bären im Park geben soll. Das wir hier tatsächlich welche sehen sollen, bezweifeln wir aber, wenn wir sehen, dass die meisten Wanderparkplätze zur Gänze gefüllt sind und selbst die extra aufgestellte Bärenfalle im Big Meadow Campground für einen angeblich aufdringlichen Bären halten wir für eine Touristenverarschung. Bei dem ganzen Lärm und den Menschenmassen nimmt doch jeder Bär reis aus. Als ich jedoch die 5 Milen zum overall run waterfall bei schwülen Temperaturen wandere, sehe ich doch tatsächlich noch den Popo eines Schwarzbären, der schnell das Weite suchte, als er mich sah. Leider war ich nicht schnell genug für ein Foto, andererseits, wer will schon das Hinterteil eines Bären sehen?!

In Shenandoah National Park we spend 6 days hiking on several smaller trails through the forest and along the Appalachian Trail. It’s summer holidays and then the long 4th of July weekend is coming up, so that the campsites are fully booked. We are lucky and can spend two nights at each of three different campsites in the park, because we are always early around noon at the campgrounds. As soon as a place gets emptied, it is occupied again at the latest in the late afternoon, it is a constant coming and going. At the Visitor Center listing to a Ranger Bear Talk we learn that there are about 500-800 bears in the park. But we doubt that we should actually see any bears here, considering that most of the hiking parking places are completely filled and even the specially set up bear trap in the Big Meadow Campground for an allegedly obtrusive bear we think is a tourist fool. With all the noise and crowds, every bear will get scared as they are pretty skittish. But as I walk the 5.1 miles to the overall run waterfall in humid temperatures, I actually see the butt of a black bear, who quickly tries to make a distance when he sees me. Unfortunately I wasn’t fast enough for a photo, on the other hand, who wants to see the back of a bear?!

Am 4. Juli suchen dann auch wir das Weite und verlassen den Nationalpark, wobei der Campingplatz nun vollends ausgebucht ist. Wir fahren durch das östliche Pennsylvania und finden einen ruhigen Übernachtungsplatz auf einem Wanderparkplatz an einem kleinen Fluss. Die Nacht ist sehr schön ruhig, wir erleben keine Party oder Feuerwerk, sondern nur das Zirpen der Grillen und Glühwürmchen im Wald. Es ist so schwül, dass sich bereits am nächsten Morgen wieder Gewitter- und Regenwolken gebildet haben. Auf der Fahrt durch Tower City am nächsten Morgen hängen überall noch die amerikanischen Flaggen und an jedem Laternenpfosten hängen Bilder von verstorbenen Soldaten aus unterschiedlichen Kriegen (Vietnam, Korea, 2. Weltkrieg, Unabhängigkeitskrieg, Afghanistan etc). Es ist ein merkwürdiges Bild für uns, man versucht die Soldaten zu ehren, aber uns fällt nur auf, in wie vielen Kriegen überall auf der Welt die USA mitmischte…die Strasse führt uns im Nebel vorbei am Delaware River weiter gen Norden, wir übernachten auf einem Wildlife Area Parkplatz, werden am frühen Morgen von den Vögeln geweckt. In den Catskill Mountains suchen wir vergeblich nach etwas kühleren Temperaturen, denn es ist immer noch heiß und schwül, so dass es im Wohnmobil ohne Klimaanlage nicht auszuhalten ist… etwas Abkühlung finden wir nur im kurzen Bad im Schoharie River in New York State.

On the 4th of July, we leave the national park and search for the vastness, whereby the campsite is now fully booked. We drive through eastern Pennsylvania and find a quiet place to stay overnight on a hiking car park at a small river. The night is very quiet, we do not experience any party or fireworks, but only the chirping of the crickets and fireflies in the forest. It is so humid that thunderclouds and rain clouds have already formed in the morning. On our drive through Tower City the next morning the American flags are still hanging everywhere and on every lantern post there are pictures of deceased soldiers from different wars (Vietnam, Korea, 2nd World War, War of Independence, Afghanistan etc.). It is a strange picture for us, one tries to honour the soldiers, but we only notice how many wars all over the world the USA was involved in…the road leads us in the fog past the Delaware River further north, we spend the night in a wildlife area parking lot, are woken up by the birds in the early morning. In the Catskill Mountains we search in vain for somewhat cooler temperatures, because it is still hot and humid, so that it is not bearable in the motorhome without air conditioning… we only find some cooling in the short bath in the Schoharie River in New York State.

Eigentlich wollten wir weiter nach Norden fahren in den Adirondack Park, aber es ist aufgrund der schwülen Temperaturen baut sich schon wieder das nächste Gewitter auf, der Wetterbericht sagt Regen vorher für die nächsten Tage, also entscheiden wir uns, weiter gen Osten zu fahren in Richtung Küste, vorbei an den Green Mountains bei Albany/Troy fahren wir direkt nach Osten durch Vermont nach New Hampshire. Dort schockt uns erstmal die Parkgebühr auf Parkplätzen in Hampdon Beach von $ 20 pro Tag. Es ist jedoch kaum ein Parkplatz zu erhalten, es wimmelt überall von Familien mit Kindern und ihren Badesachen, ein Auto schlängelt sich ans nächste… uns ist das viel zu viel und wir fahren weiter nach Norden und finden einen ruhigen Übernachtungsplatz an einer Wildlife Estuary, wo wir einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben und die Nacht inmitten der Natur ohne Verkehr ringsrum verbringen.

Actually we wanted to drive further north into the Adirondack Park, but due to the humid temperatures the next thunderstorm is already building up, the weather forecast says expected rain for the next days, so we decide to drive further east towards the coast, past the Green Mountains at Albany/Troy we drive directly east through Vermont to New Hampshire. There we are shocked by the parking fee in Hampdon Beach of $ 20 per day. But there is hardly a parking place to get, it is teeming with families with children and their swimsuits, one car winds its way after the next one… It is way too much for us and we drive further north and find a quiet overnight place at a Wildlife Estuary, where we experience a beautiful sunset and spend the night in the midst of nature without traffic at all.

Da wir nun aufgrund der schwülen Temperaturen viel schneller nach Osten gefahren sind, haben wir uns entschieden, etwas früher unser Wohnmobil zurück nach Europa zu verschiffen und die nächsten Wochen in Deutschland zu verbringen. Inzwischen habe ich mich um einen Job beworben und wir planen unsere Heimreise während wir langsam jeden Tag entlang der Küste Maines weiter nach Norden fahren. Nächster Zwischenstopp ist jedoch noch der Arcadia Nationalpark. Im Nationalpark verlangen sie $30 fürs sogenannte dry camping, d.h. man hat weder Strom noch sonst eine extra Leistung, und steht mitten im Wald. Da wir jedoch mit unserem Solar die Sonne brauchen, entschliessen wir uns, am Hadley Point, einer kleinen Bucht, zu der man nur ein paar Kilometer von der Hauptstrasse abbiegen muss, zu fahren und schon stehen wir für die nächsten zwei Nächte direkt am Wasser für umsonst. Am zweiten Abend machen wir noch ein Lagerfeuer am Strand und grillen unser Fleisch für das Z´nachtessen, bevor es in der Nacht wieder einmal mit regnen anfängt. Wir fahren weiter nach Norden und überqueren am 13. Juli die Grenze nach Kanada, nicht bevor wir unsere letzten cash Dollar im Walmart und an der Tankstelle ausgegeben haben.

Since we drove much faster towards the east due to the humid temperatures, we decided to ship our motorhome back to Europe a little earlier than planned and spend the next weeks traveling in Germany. In the meantime I have applied for a job and we are planning our journey home as we slowly drive north along the coast of Maine every day. The next stop is the Arcadia National Park. In the national park they charge $30 for so-called dry camping, i.e. you have neither electricity nor any other extra facilities, and are camped in the middle of the forest. But since we need the sun with our solar energy, we decide to drive to Hadley Point, a small bay, to which we have to turn only a few kilometers from the main road, and we find a nice campspot for the next two nights directly at the waterfront for free. On the second evening we make a campfire on the beach and barbecue our meat for dinner before it starts raining again during the night. We drive further north and cross the border to Canada on July 13th, not until we have spent our last cash dollars in Walmart and at the gas station.

Der Grenzübergang dauert keine halbe Stunde und nur, weil nur ein Schalter offen ist, nach zwei Fragen, ob wir Alkohol, Drogen oder Waffen mit einführen würden, hatten wir auch schon die Grenzformalitäten hinter uns und wir waren wieder in Kanada. Als ich ein paar kanadische Dollar aus dem nächsten Geldautomaten ziehen will, wird meine Karte vom Automaten verschluckt. Mist… was nun, es ist Samstag und die Bank ist geschlossen. Nachdem ich 5 Minuten lang versucht habe, mit der Notfallnummer meine Karte sperren zu lassen, denn wir sind in knapp zwei Wochen eh wieder in Deutschland, konnte ich sie dann innert 10 Sekunden via meiner App auf dem Smartphone sperren.

The border crossing doesn’t take half an hour time and only because there is only one counter open, after being asked two questions whether we are bringing any alcohol, drugs or weapons with us, we are done with border formalities and are back in Canada. When I went to withdraw a few Canadian dollars from the next ATM, my card is swallowed by the machine. Shit… what now, it’s Saturday and the bank is closed. After I have tried for 5 minutes to block my card with the emergency number I called, I finally could block it then within 10 seconds via my App on the Smartphone. As we are going to be back in Germany within two weeks time, it seemed the easiest way.

Wir können also entspannt den Nachmittag am Strand in der Nähe von Saint Andrews verbringen. Es ist wieder einmal ein toller iOverlander Platz, sehr schön ruhig gelegen am Ende einer Sackgasse. Dort können wir die starken Gezeitenunterschiede der Bay of Fundy zum ersten Mal bestauen, die Ebbe lässt das Wasser so weit weg gehen, dass man locker 300m aufs Meer laufen kann.

So we can spend the afternoon relaxing on the beach near Saint Andrews. Once again it is a great iOverlander place, beautifully quietly situated at the end of a dead end road. There we can experience the strong tidal differences of the Bay of Fundy for the first time, the low tide takes the water so far away that one can easily walk 300m onto the sea.

Am nächsten Morgen, geht es ausgeschlafen weiter entlang der Küste New Brunswicks nach St. Martins, wo wir einen tollen Platz an einem Leuchtturm finden, am Nachmittag ist das Nebelhorn so laut zu hören, dass wir uns wundern, wie wir hier nachts schlafen sollen, aber es ist alles grau in grau und im Nebel, selbst das Wasser ist kaum zu erkennen. Nachdem die letzten Touristen den Parkplatz verlassen haben, kommt pünktlich zum Sonnenuntergang die Sonne ein wenig heraus und wir sind fasziniert von der Küste im leichten Nebel und wolkenverhangenen Sonnenuntergang. Das Nebelhorn des Leuchtturms scheint mittels Sensor zu funktionieren, denn kaum ist der Nebel weg, macht das Nebelhorn keinen Mucks mehr.

The next morning, we continue along the coast of New Brunswick to St. Martins, where we find a great place at a lighthouse, in the afternoon we can hear the foghorn so loud that we wonder how we should sleep here at night, but it is all grey in grey and in the fog, even the water is hardly visible. After the last tourists have left the parking lot, the sun comes out just in time for a fantastic sunset and we are fascinated by the coast in the light fog and cloudy sunset. The foghorn of the lighthouse seems to work by means of a sensor, as as soon as the fog is gone, the foghorn doesn’t make a sound anymore.

Um 5.30 Uhr für den Sonnenaufgang stehen wir am nächsten Morgen auf und fahren nach einem gemütlichen Frühstück weiter zu den berühmten Sea Caves. Felsenhölen, die nur bei Ebbe zu begehen sind. Wir machen ein wenig Sightseeing und schon sind wir wieder unterwegs zum nächsten tollen Beach camp am Cape Enrage. Die Strasse entlang des touristischen „fundy coastal drive“ ist so zerlöchert, dass wir uns schon ärgern, dort entlang gefahren zu sein. Das ist nicht gut für unseren Laika, denken wir die ganze Zeit. Der Übernachtungsplatz auf einem Steinstrand am Cape Enrage ist die Mühe jedoch wert. Seit letztem Jahr hat Kanada den Gebrauch von Marihuana legalisiert. Als gleich neben uns ein junges Päarchen mit ihrem Auto parkt und bevor sie weiterfahren erst einmal eine Haschischpfeife anzünden und rauchen, fragen wir uns, ob diese Legalisierung bei den wenigen Verkehrskontrollen in Kanada wirklich sinnvoll war, denn die Zahl der unter Drogeneinfluss fahrenden Jugendlichen hat sich sicher erhöht. Sobald sie gefahren sind, füllt sich der Parkplatz den ganzen Nachmittag mit anderen Touristen, es ist wie mit dem Herdentrieb, da steht schon ein Auto, da muss etwas schönes sein, die schöne Wohnmobilwerbung, die man immer sieht, dass man ganz alleine in der Wildnis steht, ist meist nichts weiter als schöne Werbung, wir ignorieren einfach den ganzen Nachmittag und halben Abend das ständige Türen auf- und zuschlagen der vielen Autos und geniessen unseren Tag. Sobald die Sonne untergegangen ist, ist es schön ruhig. Wir haben aber in den letzten Monaten wirklich immer wieder herrlich schöne Plätze direkt am Wasser für umsonst gefunden und dies ist auch in Nova Scotia der Fall, wohin uns der weitere Weg führt.

At 5.30 a.m. the next morning we get up for the sunrise and after our breakfast drive on to the famous Sea Caves. Rock caves, which can only be visited at low tide. We do a little sightseeing and are already on our way to the next great beach camp at Cape Enrage. The road along the touristy so called „fundy coastal drive“ is so full of potholes that we quickly get annoyed to have chosen to drive along that road. This is not good for our Laika we think all the time. But the overnight campspot on a stony beach at Cape Enrage is worth the effort. Since last year, Canada has legalized the use of marijuana. When a young couple parks their car right next to us and before they continue they light a hashish pipe and smoke it leisurely, we ask ourselves if this legalization really made sense with only a few traffic controls in Canada, because the number of young people driving under the influence of drugs has certainly increased. As soon as they have driven off, the parking lot fills up during the whole afternoon with other tourists, it’s like with the herd instinct, there is already a car parked, there must be something nice to see. The nice camper advertisement, which makes you believe you are camping all alone in the wilderness, is usually nothing more than a nice advertising, we on the other hand simply ignore those other tourists the whole afternoon and half evening, trying not to get annoyed by the constant opening and closing doors of the many cars and enjoy our day at the beach. As soon as the sun has set, it is nice and quiet. But in the last months we have always found beautiful places directly at the waterfront and for free and this is also the case in Nova Scotia, where we are going next.

Wir sind am Samstag, den 20. Juli, mit Tini und Thomas in Halifax, genauer auf dem Shubie Campground in Dartmouth, verabredet. Wir hatten die beiden im Winter auf der Baja kennengelernt und uns in Arizona und Colorado immer wieder verpasst und da die beiden am Montag ihr Fahrzeug zurückverschiffen, haben wir uns für zwei nette Tage auf dem Campingplatz getroffen. Bei der Verabschiedung am Montagmorgen wird uns klar, dass wir in knapp einer Woche nun auch am Ende unserer Zeit in Nordamerika sind. Zeit, alles Erlebte Revue passieren zu lassen und über so vieles dankbar zu sein. Wir haben nicht nur interessante und hilfsbereite neue Leute kennengelernt, sondern auch viele unserer Freunde, die wir auf unserer ersten Reise vor 12 Jahren kennengelernt hatten, wieder gesehen und unglaublich fantastische Natur erlebt.

We have an appointment with Tini and Thomas in Halifax, more precisely at the Shubie Campground in Dartmouth, on Saturday, July 20th. We had met the two of them in winter on the Baja and missed meeting each other again and again in Arizona and Colorado and since they were due to shipping their vehicle back to Europe on Monday, we met for two nice days on the campsite. When we said goodbye on Monday morning it became clear to us that in less than a week we would also be at the end of our time in North America. Time to rethink all our experiences and to be thankful off so many things. Not only did we meet interesting and helpful new people, but we also met many of our friends we met on our first trip 12 years ago, went to visit them again, spent great time and experienced unbelievably fantastic nature.

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