Zurück in den USA – von einem Extrem ins Andere

Einen Tag nach der Geburtstagsfeier geht es für uns schon wieder weiter. Meine Eltern setzen uns auf dem Weg nach Thüringen beim Frankfurter Flughafen ab und wir suchen nach dem Check-in-Schalter der Condor. Das Reise- und Informationsbüro teilt uns mit, dass wir erst um 18.00 Uhr für den nächsten Morgen einchecken können, es ist jetzt kurz vor 13.00 Uhr… mmmhhh… wir richten uns also darauf ein, dass wir die Zeit bis 18.00 Uhr am Flughafen verbringen, denn unser Flug am nächsten Morgen geht um 9.20 Uhr und wir wollten uns nicht mit unserem gesamten Gepäck im öffentlichen Verkehr morgens um 6.00 Uhr durch Frankfurt zwängen. Kurz vor 14.00 Uhr fragt Thomas beim Check-In-Schalter nochmal nach, ob es nicht doch eine Möglichkeit gebe, das Gepäck abzugeben und siehe da, der nette Mann am Schalter sagt uns, dass es für USA Flüge überhaupt nicht möglich wäre, am vorherigen Tag einzuchecken, sondern wir mitsamt Gepäck am nächsten Morgen früh da sein sollen, da es noch Sicherheitschecks und Befragungen gäbe. Also schnappen wir uns unsere Taschen und fahren mit der U-und S-Bahn zu unseren Freunden Silke, Olli und Rosa nach Frankfurt-Eschersbach, wo wir einen tollen Abend verbringen. Danke nochmal an euch drei!

One day after the birthday party we are already on the move again. My parents drop us off at Frankfurt Airport on their way back to Thuringia and we look for the Condor check-in counter. The lady at the travel and information office informs us that we can only check in for the next morning after 6 p.m., it is now shortly before 1p.m. – mmmhhhh… so we prepare ourselves to spend the remaining time until 6 p.m. at the airport, because our flight the next morning leaves at 9.20 a.m. and we didn’t want to squeeze through Frankfurt with all our luggage in public transport at 6 a.m. in the morning. Shortly before 2 p.m. Thomas asks again at the check-in desk if there is no possibility for us to check in our luggage or store it somewhere. The nice man at the counter tells us that for USA flights it would not be possible at all to check in on the previous day, but we should be there early the next morning with our luggage, as there would also be security checks and interviews to be done. So we grab our bags and take the subway to our friends Silke, Olli and Rosa in Frankfurt-Eschersbach, where we spend a great evening and night together. Thanks again to the three of you!

Olli ist so nett und fährt uns am nächsten Morgen zeitig zum Flughafen, so dass wir ganz bequem ohne Probleme einchecken können. Die Frage nach dem fehlenden Rückflugticket aus den USA müssen wir dieses mal Gott sei Dank nicht beantworten, denn wir haben das B2-Visum, d.h. wir haben das 6 Monatsvisum für die USA, welches 10 Jahre gültig ist und wurden sozusagen schon eingehend von Homeland geprüft und akzeptiert, so dass wir innert 10 Minuten abgefertigt sind und nun die nächsten 2 Stunden nutzen können, um durch die allgemeine Sicherheitskontrolle des Flughafens zu kommen, zu frühstücken und zu unserem Gate zu gelangen. Vor dem Gate gibt es erneut einen Sicherheitscheck bevor wir zum Wartebereich gehen können, doch auch dort werden wir nicht zur erneuten Befragung herausgeholt, so dass wir bequem zum Boarding gelangen.

Olli is so nice and drives us the next morning early to the airport, so that we can check in quite comfortably without any problems. Thank God we didn’t have to answer any question about the missing return flight ticket from the USA this time, because we have the B2 visa, i.e. we have a 6 month visa for the States which is valid for 10 years and we have already been thoroughly checked and accepted by Homeland Securities, so to speak. So that we are ready within 10 minutes and can now use the next 2 hours to get through the general security checkpoints of the airport, have breakfast and get to our gate for boarding. In front of our seperate gate there is another security check before we can go to the waiting area, but even there we are not picked out for extra questioning, so that we can comfortably board.

Mit Turbulenzen über Grönland kommen wir nach knapp 11 Stunden gesund und heil auf dem Flughafen in Las Vegas am Mittag an. Ich muss wohl bereits übermüdet sein, denn als wir in der Immigration-Schlange stehen, stelle ich fest, dass ich mein Handy im Flugzeug vergessen habe und muss also nochmal zurück. Die Besatzung hatte es bereits gefunden und ich konnte es somit schnell wiederbekommen und dann mussten wir uns fast ganz hinten an die Schlange wieder anstellen. Das bedeutete für uns 1,5 Stunden warten, damit wir durch die Immigration durchkamen. Ohne jede Frage und nur mit einem Foto von jedem von uns, waren wir dann innerhalb von 3 Minuten bei der Immigration abgefertigt und unser Gepäck drehte vermutlich schon seit einiger Zeit eine Extra-Runde auf dem Gepäckband. Mittels Uber-Taxi ging es dann zum Storage, wo wir unseren Laika ohne Schäden und Probleme in Empfang nehmen konnten. Der Motor lief ohne Zögern einwandfrei an und weiter ging es zum nächsten Supermarkt, Essen und Getränke auffüllen. Nachdem alles ohne Probleme vonstatten ging, waren wir um kurz vor 16.00 Uhr auf dem Boulder Beach Campground und fanden noch genügend freie Plätze vor. Die sogenannten Snowbirds (die meisten Rentner aus Kanada und den nördlichen USA-Staaten) waren scheinbar schon auf dem Heimweg, denn im Vergleich zu 5 Wochen vorher, war recht wenig los.

With turbulences over Greenland we arrive after almost 11 hours healthy and well at the airport in Las Vegas at noon. I must already lack so much sleep, because when we were standing in the immigration queue, I noticed that I forgot my mobile phone in the plane and so I had to go back again. The crew had already found it and I was able to retrieve it quickly, but then we had to line up almost at the back of the queue again. That meant waiting 1.5 hours for us to get through immigration. Without any question and only taken a picture of each of us, we were through immigration within 3 minutes and our luggage turned extra rounds on the luggage belt probably already for some time. We took an Uber taxi to the storage facility where we could receive our Laika without damages and problems. The engine started without hesitation and we went on to the next supermarket, where we filled up with food and drinks. After everything went without any problems, we were at the Boulder Beach Campground shortly before 4 p.m. and found enough free space for our motorhome. The so-called Snowbirds (most pensioners from Canada and the northern US states) were apparently already on their way home, because compared to 5 weeks before, there was not much going on and enough camp spots available.

Wir kommen ins Gespräch mit unserem deutschen Nachbarn Mark, der mit einem Mietfahrzeug unterwegs ist und so vergehen die ersten zwei Tage zurück in den USA relativ entspannt. Wir tauschen die mitgebrachten Gasfilter und reparieren die Aussenleuchte (die uns in Mexiko zerstört worden ist), waschen etwas Wäsche und geniessen einfach nur die warmen Temperaturen in der Sonne.

We get to talk to our German neighbour Mark, who is travelling with a rental car and so the first two days back in the USA pass relatively relaxed and with good conversation. We exchange the gas filters we brought with us and repair the exterior light (which has been destroyed in Mexico), do some laundry and just enjoy the warm temperatures in the sun.

Das Wochenende soll schön warm werden und wir fahren nochmal zur Telephone Cove Beach, um uns im doch noch frischen Wasser abkühlen zu können. Als wir am Donnerstag dort ankommen ist es noch schön ruhig, auch hier ist die grosse Masse an Snowbirds bereits abgereist, dafür tauchen am Freitag Nachmittag die latinostämmigen Tagesgäste auf, die man sofort an ihrer BumBum Musik erkennt, die so laut ist, dass nicht nur der Nachbar, sondern gleich die ganze Bucht jedes Wort mitsingen kann. Ich habe keine Liebe für diese Menschen, wie ein Freund von uns mal zutreffend für solche ignorante Personen betitelte. Abends um halb neun Uhr parken vier Autos neben uns und zwei Grossfamilien bauen ihre Zelte direkt neben uns auf, und mit direkt neben uns – meine ich im 5 Meter Abstand stehen drei Zelte. Bis nachts um 1 Uhr wird laut herumhantiert und dann bricht auch noch ein lauter Streit mit üblen Sprüchen unter zwei Herren aus… morgens um 6 Uhr sind die Kinder wach und der Trubel fängt von neuem an, die Kids kreischen während sie im Wasser spielen, einer fährt eine kleine Enduro Motorcrosser quer über den Platz, Musik wird gespielt und das um halb sieben am Morgen, so dass wir 150 m weiter entfernt umparken, in der Hoffnung auf ein wenig mehr Ruhe, aber es ist Samstag und über 30 Grad und innert 2 weiteren Stunden sind wir umzingelt von Autos, Pavillons und Familien mit ihren Kindern.

The weekend is suppose to get nice and warm and we drive to the Telephone Cove Beach to cool down in the still fresh water. When we arrive there on Thursday it’s still nice and quiet, again also here the big mass of snowbirds has obviously already left, but on Friday afternoon the latino day using guests show up, who can be recognized immediately by their music, which is so loud that not only the neighbour, but the whole bay can sing along every word. I have no love for these people, as a friend of ours once aptly said about such ignorant people. In the evening at half past nine four cars park next to us and two large families set up their tents right next to us, and by right next to us – I mean at a distance of 5 meters there are three tents. Until 1 a.m. there is a loud noise and then there is a loud argument with bad sayings (*f….moth…f…. *) between two guys… In the morning at 6 a.m. the children are awake and the hustle and bustle starts again, the kids scream while they play in the water, one drives a small Enduro Motorcross back and forth across the square, music is playing and it is half past six in the morning, so we park 150 m further away, hoping for a little more rest, but it is Saturday and over 30 degrees and within 2 more hours we are surrounded by cars, pavilions and families with their children.

Eine Familie stellt sogar die Trump-Fahne an ihrem Camp auf, ist es um auf ihre politische Gesinnung aufmerksam zu machen oder andere Camper möglichst weit entfernt von ihnen zu halten? Wir wissen es nicht… aber wer macht denn so was, man stelle sich vor, man geht am Samstag morgen zum chillen an den Badesee und das erste, was man tut, stellt eine Partei-Flagge auf!

One family even sets up the Trump flag at their camp, is it to draw attention to their political views or to keep other campers as far away from them as possible? We don’t know… but who does such a thing, just imagine going to the lake on Saturday morning to chill out and the first thing you do is raise a party flag!

Auch das man kleine Kinder dabei hat, hält einen hier offensichtlich nicht davon ab, Alkohol am Strand zu trinken und zu kiffen. In Nevada ist es legal Marihuana ab 21 Jahren zu kaufen, selbst riesige Werbeschilder am Strassenrand sind erlaubt. Man möchte da allerdings nicht mehr an einem Wochenende mit dem Fahrzeug unterwegs sein, wenn man sieht, wie sich die meisten unserer Nachbarn an diesem Samstag hier verhalten und bedenkt, wie viele Leute hier unter Einfluss immer noch Auto fahren. Am späteren Nachmittag parkt ein neues Auto neben uns und nachdem er sich erstmal seine Marihuana Pfeife reingezogen hat, gesellt sich Don aus Michigan zu uns. Er ist sichtlich vom Krebs gezeichnet und es entwickelt sich ein interessantes Gespräch über die Eindrücke in unserer unmittelbaren Umgebung mit den Trump-Fahne Aufstellern auf der einen Seite und den Motherfucker-Gangsterrap abspielende Gruppe von Zeltern auf der anderen Seite. Zumindest diese Nacht ist ruhig und der starke Wind am nächsten Tag vertreibt die Wochenendausflügler recht zeitig.

Even the fact that they have small children with you obviously doesn’t stop them from drinking alcohol and smoking weed on the beach. In Nevada it is legal to buy marijuana from the age of 21, even huge advertising signs at the roadside are allowed. But you don’t want to be on the road with your car on a weekend anymore, when you see how most of our neighbours behave this Saturday and consider how many people are still driving under influence. In the late afternoon a new car parks next to us and after he has drawn his marijuana pipe, Don from Michigan joins us. He is visibly marked by cancer and an interesting conversation develops about the impressions on our immediate surroundings with the Trump flag displays on one side and the Motherfucker gangster rap playing group of tents on the other side. At least this night it is quiet and the strong wind the next day drives away the weekend campers quite early.

Nach einem entspannten Montag, wo sich in der Bucht ausser uns lediglich 4 andere Camper befinden, fahren wir am Dienstag weiter nach Kingman, um unsere Vorräte aufzufrischen. Auf dem Weg nach Flagstaff wird es deutlich kühler, der Himmel zieht sich immer mehr zu und es beginnt zu regnen. Wir übernachten im Coconino National Forest und können gerade in einer Regenpause unsere kleines Lagerfeuer für unser Hühnchen machen. Doch der Regen verfolgt uns und aus Regen wird sogar Hagel.

After a relaxed Monday, where there are only 4 other campers in the bay besides us, we continue on to Kingman to freshen up our supplies on Tuesday. On the way to Flagstaff it gets much cooler, the sky gets more and more cloudy and it starts to rain. We spend the night in the Coconino National Forest and can just make our little campfire for our chicken barbecue during a rain break. But the rain is going to follow us and even turns into hail.

Wir sitzen das schlechte Wetter auf einem kostenlosen Campingplatz am McHood Lake in der Nähe von Winslow aus, wo wir interessante Gespräche mit unseren Nachbarn Hollis, Tina und Jeremy führen.

We sit out the bad weather on a free campsite at McHood Lake near Winslow, where we have interesting conversations with our neighbours Hollis, Tina and Jeremy.

Nach drei Tagen, das Wetter scheint etwas besser zu werden, geht es für uns weiter in den Petrified Forest National Park, wo wir uns die 220 Millionen Jahre alten versteinerten Bäume anschauen und die weite Prairie bewundern. Wir sind nun wirklich im Indianerland, wie man es sich vorstellt. Weite Fläche soweit das Auge reicht, ein paar Büsche zwischendrin und Schäfchenwolken am Himmel. Nach einer Nacht auf dem kostenlosen Campingplatz am südlichen Ausgang des Parks fahren wir am nächsten Morgen weiter nach Südosten und gelangen wieder in Regen und Hagel…

After three days, the weather seems to be getting better, we continue to the Petrified Forest National Park, where we look at the 220 million year old petrified trees and admire the wide prairie. We are really in Indian country now, as we always imagined it. Wide area as far as the eye can see, a few bushes in between and sheep clouds in the sky. After a night on the free campsite at the southern exit of the park we drive southeast the next morning and get back into rain and hail…

Wir fahren so lange, bis wir in New Mexico auf einem schönen National Forest Camping unser Lager bei etwas Sonne einrichten und einen fantastischen Sonnenuntergang geniessen können….
We drive through the mountain range until we can set up our camp in New Mexico on a beautiful National Forest Camping with some sun and enjoy a beautiful sunset…

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  1. Welcome back guys! We are really envious of your relaxing time. Our last weeks is constant wind and low temperatures. Regards from Buenos Aires!

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