der Sonne entgegen – vive tu sueño

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Nachdem wir uns am ersten Januar eine Pizza auf der Plaza von Loreto gegönnt haben, ging es am zweiten Januar weiter nach Süden, immer der Sonne entgegen. Unser erster Stop war am sogenannten Rattlesnake beach, einem Strand, an dem wohl in den Sommermonaten die eine oder andere Schlange herumschlängelt, da wir jedoch auch hier im mexikanischen Winter sind, liess sich keine für uns blicken. Dafür war der freie Blick von unserem „erste Reihe“ freier Stellplatz umso schöner auf das Meer und die Berge im Hintergrund. Dem Wind und kalten Temperaturen trotzend haben Thomas und ich es uns nicht nehmen lassen, ein Lagerfeuer zu entzünden und unser Abendessen Hähnchen und Aubergine zu grillen. Am nächsten Tag kam dann wieder die Sonne raus und wir fuhren ungewohnt viele Kilometer (mehr als 320km) weiter nach Süden.

After enjoying a pizza at the Plaza de Loreto on January 1st, we drove south on the second of January, always trying to follow the sun. Our first stop was the so-called Rattlesnake beach, a beach where probably in the summer months, one or the other snake is sunbathing at the beach, but since we are here in the Mexican winter, they were all hiding away from us. But the clear view from our „first row“ free parking space was all the more beautiful towards the sea and the mountains in the background. Defying the wind and cold temperatures, Thomas and I did not miss the chance to light a campfire and barbecue our dinner: chicken and eggplant. The next day the sun came out again and we drove many kilometers (more than 320km) further south.

Nördlich von La Paz finden wir einen tollen Übernachtungsplatz am Strand und die deutsche Truppe ist mit Thomas und Tini, Brigitte und Gottfried und Andrea und Walter wiedervereint. Die leckeren Fleischpflanzerln (Frikadellen) und bayrische Kartoffelsalat von Tini rundeten den Tag hervorragend ab. Zum Frühstücksfernsehen springt in der Ferne ein Wal aus dem Wasser und direkt vor uns sind die Touristen in schaukelnden Ausflugsbooten dem Walhai auf der Spur. Hier ist ein toller Platz und wir bleiben ganze drei Tage. Während wir tagsüber zu den Sanddünen weiter südlich spazieren, eine Wüstenmaus und viele schöne Schmetterlinge entdecken, am Abend die Delphine in der Bucht vorbeischwimmen und wir genügend Feuerholz für gemütliche Lagerfeuer gesammelt haben, vergeht die Zeit wie im Fluge. Selbst der Regentag zwischendurch dämmt unsere Stimmung nicht ein, denn es gibt leckeren frisch gebackenen Kuchen von Andrea und Walter und die Gespräche gehen uns nicht aus.

North of La Paz we found a great place to stay at the beach and the German group is reunited with Thomas and Tini, Brigitte and Gottfried and Andrea and Walter. The delicious meatballs and Bavarian potato salad from Tini rounded off an excellent day. The following morning a breakfast show was on: watching a jumping whale in the distance and in front of us the tourists in swaying excursion boats are trying to snorkel with the whale sharks. Here is a great place and we decide to stay for three days. While we walk to the sand dunes further south during the day, we discover a desert mouse and many beautiful butterflies, in the evening the dolphins swim by in the bay and we have collected enough firewood for cozy campfires, and the time flies by. Even the rainy day in between does not dampen our mood, because we have delicious freshly baked cake from Andrea and Walter and the talks are not ending.

Wir haben bald kein Wasser mehr und kämpfen uns durch die matschige Piste zurück auf die Hauptstrasse nach La Paz, wo wir unsere Vorräte auffüllen und den grauen regnerischen Tag nutzen, um weiter nach Süden zu fahren. Auf der Rancho Verde südlich von San Antonio treffen wir wieder auf Tini und Thomas, die in der Zwischenzeit an einem anderen Strand südlich von La Paz standen. Es ist grau und ungemütlich, aber wir funktionieren den Hibachi Holzkohlegrill von Tini und Thomas kurzerhand zu einer Feuerschale um und können so am Spätnachmittag noch gemütlich zusammensitzen. Mit 150 Pesos für heisse saubere Duschen ist der Platz zwischen Kakteen und Bäumen günstig und sehr schön, so dass wir am nächsten Tag das Wasser für einen Waschgang nutzen und den knapp 3 km Rundweg ums Gelände laufen.

Soon we will run out of water and we fight our way through the muddy track back to the main road to La Paz, where we fill up our supplies and use another rainy day to drive further south. On Rancho Verde, south of San Antonio, we meet again with Tini and Thomas, who in the meantime camped on another beach south of La Paz. It’s gray and uncomfortable, but we end up using the Hibachi charcoal barbecue of Tini and Thomas to make a fire bowl and sit comfortably in the late afternoon around another campfire. With 150 pesos for hot clean showers, the space between cactus and trees, the camping is pretty cheap and very nice, so the next day we use the water for a laundry day and walk the almost 3 km loop around the grounds.

Bei herrlichem Sonnenschein fahren wir weiter nach Süden, vorbei an Los Barriles zum öffentlichen Strand von La Ribera. Hier wird täglich der Strand gesäubert, es hat Portaporti Toiletten und wir können kostenfrei am Strand stehen und zwar gibt es in einigen Abständen eine Art fester Untergrund als Parkplatz. Wir richten uns ein und beobachten am Abend die Mexikaner, die mal direkt an den Strand und in den Sand fahren, ohne sich vorher über den Untergrund zu vergewissern. So werden wir mehrmals Zeuge, wie sie sich im Sand mit ihren normalen Fahrzeugen eingraben und leidlich versuchen, wieder herauszukommen. Gut gibt es mehrere 4×4 Fahrzeuge, die gerne ihre Abschleppleinen herausholen und die weniger Glücklichen befreien.

In nice sunshine we drive south, past Los Barriles to the public beach of La Ribera. Here the beach is cleaned every day, it has porta porti toilets and we can stay on the beach free of charge and there is some kind of solid ground as a parking space. We set ourselves up and watch the Mexicans in the evening, who drive directly to the beach and into the sand, without first checking out the ground. Obviously, we witness several times, as they dig themselves in the sand with their normal vehicles and trying to get out again. Well, there are several 4×4 vehicles that like to pull out their towlines and free the less fortunate ones.

Leider ist es zu wellig, um zu schnorcheln und so fahren wir nach einem weiteren entspannten Tag an diesem Strand weiter zum Cabo Pulmo. Die ersten 15 km sind geteert und die nächsten 10km bis nach Cabo Pulmo sind leider übelstes Wellblech und der letzte Teil so steil und steinig, dass die linke Fahrbahn nicht zu befahren war. Scheinbar war der Grader/Strassenbereiniger an dieser Stelle kaputt gegangen und hat somit das ganze Geröll auf der Strasse hinterlassen. Wir finden einen tollen Platz für zwei Fahrzeuge in der Bucht, das türkisfarbene Wasser spiegelt die Sonnenstrahlen wieder, es weht ein starker Wind, doch wir geniessen den Blick auf das Meer und die Bucht, während wieder einmal ein Wal in der Ferne aus dem Wasser springt. Wir entscheiden uns, die Piste nicht weiter nach Süden zu fahren, schliesslich wollen wir unserem Laika nicht all zu viel zumuten, es ist halt immer noch ein Wohnmobil und kein Offroadfahrzeug.  Tini und Thomas mit ihrem Nissan Navara fahren am nächsten Tag weiter auf der Piste nach San Jose del Cabo, während wir noch einen „Strandtag“ einlegen, dem Wellenrauschen lauschen, die Sonne geniessen, ein Bad im türkisfarbenen Wasser nehmen und uns auf die Rückfahrt den „Geröllberg“ hinauf mental vorbereiten. Am Nachmittag tags zuvor haben ein paar Mexikaner per Hand wohl die gröbsten Steine entfernt, zumindest konnten wir dies aus der Ferne von unserem Campspot beobachten, aber reicht es, um die Piste wieder mit unserem schweren Wohnmobil mit Frontantrieb wieder hochzukommen? Früh am nächsten Morgen geht es für uns also los, den Motor schön warm laufenlassen und dann schön langsam bergauf, in der Hoffnung, dass uns auf dem steilen Berg kein anderes Auto entgegenkommt. Und wir haben Glück – unser Laika schlängelt sich schön langsam aber stetig auf der „falschen“ Fahrbahnseite bergauf.

Unfortunately, there are too many waves to snorkel and after another relaxing day at this beach we drive further to Cabo Pulmo. The first 15 km are paved and the next 10km to Cabo Pulmo are unfortunately the worst corrugated road and the last part so steep and rocky, that the left lane was not drivable. Apparently the grader broke down at this part of the road and thus left the whole road with lots of gravel. We find a great place to camp for two vehicles in the bay, the turquoise water reflects the sunshine, it is blowing a strong wind, but we enjoy the view of the sea and the bay, while once again a whale jumps out of the water in the distance. We decide not to drive the unpaved road further south, as we do not want to pressure our Laika all too much, after all, it is still a motorhome and not an off-road vehicle. Tini and Thomas with their Nissan Navara continue the next day on the gravel road south to San Jose del Cabo, while we have another „beach day“, listening to the sound of the waves, enjoy the sun, take a dip in the turquoise water and prepare ourselves mentally how we are going to get back that steep hill. In the afternoon we watched how some Mexicans removed lots of rocks by hand, at least we were able to observe this from a distance from our camp spot, but is it enough to come up the slope again with our heavy motorhome with front wheel drive? Early the next morning we start, let the engine warm up and then slowly head uphill, hoping that no other car will meet us on the steep curvy road. And we are lucky – our Laika meanders slowly but steadily on the „wrong“ side of the road uphill.

Langsam fahren wir die Schotterpiste zurück nach La Ribera und richten uns wieder an „unserem“ weissen sauberen Sandstrand ein. Es ist Sonntag und die üblichen Strandbesucher kommen vorbei. Am frühen Nachmittag treffen Andrea und Walter ein und wir verbringen den Tag mit viel schwatzen und beobachten Wale in der Ferne und Mobula Rochen, wie sie aus dem Wasser springen. Als Brigitte und Gottfried und unsere Freunde aus Orgeon, Suzette und James, am nächsten Tag eintreffen, stört auch der Regen nicht so sehr, es wird viel geschwatzt und noch mehr geschwatzt.

Slowly we drive the gravel road back to La Ribera and get back to „our“ white clean sandy beach. It is Sunday and the usual beach visitors come by. In the early afternoon Andrea and Walter arrive and we spend the day chatting and watching whales in the distance and manta rays jumping out of the water. When Brigitte and Gottfried and our friends from Orgeon, Suzette and James, arrive the next day, the rain does not bother us so much, there is a lot of talking and chit chatting to do.

Doch auch die schönste Zeit geht zu Ende, wir sind mit unserem Wassertank nach einer knappen Wochen nun wirklich auf dem Minimum und müssen am nächsten Tag weiterziehen. In dem kleinen Örtchen Santiago, in den Bergen auf dem Weg nach San Jose del Cabo, finden wir eine Agua Purificada Station, Wasseraufbereitungsanlage, wo wir freundlicherweise kostenlos unseren Wassertank und unsere Wasserflaschen auftanken können. So ein netter Mexikaner, da ist es gut, man spricht ein wenig Spanisch und lächelt ein wenig und schon öffnen sich ein paar Türchen…

But even the best time comes to an end, with our water tank we are really on the minimum now after nearly a week and have to move on the next day. In the small village of Santiago, in the mountains on the way to San Jose del Cabo, we find an Agua Purificada station, a water treatment plant, where we can refill our water tank and our water bottles for free. Such a nice Mexican, that’s good if you speak a little spanish and smile a little bit and a few doors open up in front of you…

In San Jose del Cabo ist alles auf den amerikanischen Tourismus eingestellt, eine Hotelanlage liegt neben der anderen. Wir fahren direkt runter ans Wasser vorbei an den schicken Restaurants und Bars, die so untypisch sind für Mexiko und uns vorkommen lässt, wir wären in einer anderen Welt und parken unser Wohnmobil am Ende einer Sackgasse in der Nähe des Holiday Inn Resorts. Als ich mit dem netten Hotelwächter am Eingang ins Gespräch komme, denn wir sind uns nicht sicher, ob wir hier tatsächlich aufgrund der Hotelnähe über Nacht stehen bleiben können, erzählt er mir ein wenig von seinem Leben und seiner Arbeit. Eigentlich hätte er einen 8 Stundenvertrag, doch müsse er immer 12 Stundenschichten arbeiten und wenn der nächste Wächter mal nicht käme, müsse er ganze 24 Stunden durcharbeiten und das für einen Tageslohn von $15, ja richtig, Tageslohn – nicht Stundenlohn… das sind wohl nicht die einzigsten Kehrseiten einer All-Inklusive Hotelanlage bzw. des Massentourismus. Als wir am Strand entlangspazieren, fliegen regelmässig die Flugzeuge über unsere Köpfe hinweg, die jeden Tag neue Touristen bringen.

Everything in San Jose del Cabo is provided for the American tourism, with one hotel adjacent to the other. We drive straight down to the waterfront passing nice restaurants and bars that are so untypical for Mexico and let us feel like we’re in another world and we park our motorhome at the end of a dead end road near the Holiday Inn Resort. When I talk to the nice hotel guard at the entrance of the hotel, because we are not sure if we can actually stay there overnight due to the proximity of the hotel, he tells me a little bit about his life and his work. Actually, he has an eight-hour contract, but he would always have to work 12 hours and if the next guard would not show up for work, he would have to work through 24 hours and that for a daily salary of $ 15, yes right, daily salary – not hourly … that’s probably not the only downsides of an all-inclusive hotel area or mass tourism in Mexico. As we walk along the beach, the planes regularly fly overhead, bringing new tourists every day.

Wir fahren zur Playa Santa Maria, die genau zwischen San Jose del Cabo und Cabo San Lucas liegt und parken auf dem Parkplatz. Es gibt öffentliche Toiletten und kalte Duschen beim Parkplatz, doch es sind ca. 250m vom Parkplatz zu laufen, um zur Bucht zu gelangen. Wir schnorcheln im türkisblauen Wasser und kaum sind wir ein paar Meter im Wasser, schon kommen unzählige Fische direkt auf uns zugeschwommen. Wow – das ist ungewöhnlich. Als wir die in der Bucht ankernden Touristensegelboote einmal eingehender betrachten und sehen, wie man Brot o.ä. ins Wasser streut, verstehen wir nun auch das Verhalten der Fische. Sie sind eindeutig angefüttert. Wir verbringen eine ruhige Nacht auf dem Parkplatz und gehen am nächsten Morgen früh schnorcheln, wie sehen einen Oktopus und einen Fischschwarm von mehreren Hundert Fischen und wir können nach dem Schnorcheln die Frischwasserdusche nutzen. Am nächsten Morgen sehen wir zu, wie ein Mexikaner sein Auto wäscht und als wir uns kaum 2 Stunden später mit unseren Schnorchelsachen auf dem Weg zum Meer begeben, ist kein Wasser mehr da. Scheinbar ist die Pumpe mal wieder kaputt, wie am ersten Tag. Da ist es gut, dass Thomas am Morgen schnell noch unseren Wassertank mit frischem Wasser getankt hat, getreu nach dem Motto: was du hast, hast du …

We drive to Playa Santa Maria, which is located exactly between San Jose del Cabo and Cabo San Lucas and park in the parking lot. There are public toilets and cold showers by the parking lot, but it is about 250m from the car park to walk to the bay. We snorkel in the turquoise blue water and we are barely a few feet in the water, when countless fish come swimming right up to us. Wow – that’s unusual. As we take a closer look at the tourist sailboats anchored in the bay and see how bread or similar stuff is thrown into the water, we now understand the behavior of the fish. They are clearly fed. We spend a quiet night in the parking lot and go snorkeling early the next morning, we watch an octopus and a huge school of fishes and after snorkeling we can use the fresh water shower. The next morning we watch as a Mexican washes his car and barely 2 hours later when we make our way down with our snorkel gear, there is no water available anymore. Apparently, the pump is broken again, as it was on our first day at this beach. So it’s good that in the morning Thomas quickly filled up our water tank with fresh water, like the motto: what you’ve got, you’ve got… and you see barely 2 hours later, there is no more water …

Wir freuen uns, dass am nächsten Tag die Duschen wieder funktionieren und nehmen eine kurze kalte Dusche bei 27 Grad um 10.00 Uhr morgens und fahren weiter nach Norden. Die Gasflasche will gefüllt werden und wir sind mit unseren Freunden James und Suzette verabredet. Sie überwintern etwas südlich von El Pescadero und so werden wir die nächsten Tage gemeinsam ihnen verbringen. Den Super-Blut-Mond konnten wir beim gemütlichen Lagerfeuer schon gemeinsam bestaunen und auch die Gesprächsthemen scheinen uns nie auszugehen…

We are happy when the showers are working again the next morning and take a short cold shower while the temperature is already 27 degrees at 10am and then we head north. The propan tank needs to be refilled and we have an appointment with our friends James and Suzette. They spend the wintertime a bit south of El Pescadero and so we will spend the next few days together. We were already able to enjoy and marvel together at the super blood moon at a cozy campfire and the topics of our conversation never seems to end …


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