Colorful indian summer in Colorado

am

K1024_P1090734

Bevor wir jedoch nach Kansas fahren, nehmen wir die kurvenreiche Route 145 nach Norden durch den San Juan National Forest. Es „herbstelt“ bereits, die Blätter verfärben sich und die Nächte werden kühler. Wir fahren vorbei an gelben Birkenwäldern, die sich entlang des Dolores River schlängeln. Die Übernachtung auf 7000 feet Höhe ist schon recht kühl, so dass wir wieder unsere Schlafsäcke herausholen. In Utah war es so warm, dass wir nur mit einer leichten Decke schlafen konnten, aber hier in den Ausläufern der Rocky Mountains ist es einfach zu kalt. Unser Wohnmobil schlägt sich tapfer auf der Bergstrecke, wo wir den Lizard Head Pass mit 10220 feet Höhe überqueren und bei Montrose zum Black Canyon of the Gunnison National Park abbiegen. Es geht teilweise recht steil bergauf zum National Park, aber es lohnt sich, der Ausblick in den Canyon mit grauem und schwarzem Gestein ist fantastisch. Wenn man bedenkt, dass dieser Canyon sich vor 2 Millionen Jahren geformt hat, verschlägt es einem die Sprache. Gerade noch haben wir die roten Felsen und Canyons von Utah bewundert, schon bestaunen wir eine geologisch total unterschiedliche Natur. Bei 8500 feet machen wir jedoch keine riesigen Wanderungen, sondern nur ein paar kleinere Lookout-walks.

Before we drive to Kansas, however, we take the winding route 145 north through the San Juan National Forest. It is already autum, the leaves are turning and the nights are getting cooler. We drive past yellow birch forests that meander along the Dolores River. The night at 7000 feet is already quite cool, so we take out our sleeping bags again. It was so warm in Utah that we could only sleep on a light blanket, but here in the foothills of the Rocky Mountains it’s just too cold. Our motorhome bravely struggles on the mountain route, where we cross the Lizard Head Pass at 10´220 feet and turn off at Montrose to the Black Canyon of the Gunnison National Park. It goes quite steep uphill to the National Park, but it is worth the drive, the view in the canyon with gray and black rocks is fantastic. Considering that this canyon was formed 2 million years ago, it leaves you speechless. We have just admired the red rocks and canyons of Utah and now we marvel at a geologically totally different nature. At 8500 feet, however, we do not do huge hikes, just a few smaller lookout walks.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Am Abend übernachten wir wieder einmal ein paar Kilometer ausserhalb des Nationalparks auf BLM-Land, geniessen den strahlenden Sonnenuntergang und fahren am nächsten Morgen gemütlich bergab zum Blue Mesa Reservoir. Leider hat es auch hier in den letzten Monaten nicht geregnet, so dass der See auf niedrigstem Level ist.  Wir sind in Colorado, d.h. wir fahren von einer Bergstrecke zur nächsten. Wir entscheiden uns für die Route 149 über den 11360 Feet hohen Slumgullion Pass. Die Strasse ist schrecklich, auch wenn die Ausblicke und Umgebung fantastisch ist, können wir sie kaum geniessen und müssen höllisch aufpassen bei den unzähligen Schlaglöchern und Abrisskanten, die sich wohl verursacht durch die kalten Wintertemperaturen aneinanderreihen. Aufgrund der Höhe müssen wir jedoch weiterfahren als geplant und finden auf 8700 feet ein Plätzchen zum Übernachten in einem Tal neben einem Fluss kurz vor South Fork. Dementsprechend kalt ist es am morgen im Schatten der Berge und wir nutzen mal wieder unsere Gasheizung, um wenigstens 15 Grad beim Frühstück zu haben. Sobald wir aber aus dem Tal herausfahren und die ersten Sonnenstrahlen durch die Windschutzscheibe fallen, wird es angenehm warm.

In the evening, we spend the night on BLM land a few miles outside the National Park, enjoy the brilliant sunset and the next morning drive comfortably downhill to the Blue Mesa Reservoir. Unfortunately, it has not rained here in the last few months, so the lake is at the lowest level. We are in Colorado, which means we drive from one mountain route to the next. We chose route 149 via the 11´360 feet high Slumgullion Pass. The road is terrible, although the views and surroundings are fantastic, we can barely enjoy them and have to be careful driving those countless potholes and ridges that line up, probably caused by the cold winter temperatures. Due to the altitude, however, we have to drive further than planned and find a place to stay overnight at 8700 feet in a valley next to a river just before South Fork. Therefore, it is quite cold in the morning in the shadow of the mountains and we use again our gas heating to have at least 15 degrees celsius in the motorhome at breakfast. But once we drive out of the valley and the first rays of sun shine through the windshield and it pleasantly warms up.

Ein herrlicher Herbsttag eröffnet sich uns, den wir mit dem Blick auf den Great Sanddunes National Park beim San Luis Lake verbringen. Hier finden wir einen kostenlosen Campingplatz, der früher einmal ein State Park war, jedoch aufgrund Wassermangels nicht mehr bewirtschaftet wird. Dennoch fragen wir lieber beim üblichen Camp Host am Eingang nach, ob wir hier umsonst stehen dürfen. Es ist herrlich ruhig und der Sonnenuntergang, der die Sangre de Cristo Mountains erstrahlen lässt, rundet den Tag noch ab. Wir verbringen zwei Nächte an diesem ruhigen Plätzchen bevor wir zum Great Sanddunes National Park fahren. Es sind die grössten Sanddünen von Nordamerika, für uns, die wir schon viele Wüsten gesehen haben, waren diese Sanddünen nicht mehr so beeindruckend. Vermutlich ist es auch beeindruckender, wenn man im Frühjahr zu den Dünen fährt, denn dann kann man im Fluss, der sich durch Schmelzwasser der Bergkette genau vor den Dünen entlangschlängelt, baden und was mag das für ein Erlebnis sein, Wasser in der Wüste?! Wir fahren jedoch weiter nach Osten und sowohl das Smith Reservoir in der Nähe von Blanca sowie das Holowbrook Reservoir bei La Junta haben zu wenig Wasser. Man sieht mehr Wiese und Gräser anstatt Wasser. Dabei geht es ostwärts vorbei an viel Nix, grüne Weidefläche rechts und links… bis wir an die Grenze nach Kansas gelangen.

A glorious fall day lays ahead of us while we enjoy overlooking the Great Sand  Dunes National Park at San Luis Lake. Here we found a free campsite that used to be a state park, but is no longer operated due to the lack of water. Nevertheless, we prefer to ask the usual camp host at the entrance, if we may camp here for free. It is wonderful quiet and the sunset, which shines above the Sangre de Cristo Mountains, makes the day perfect. We spend two nights at this quiet spot before heading to the Great Sand Dunes National Park. These are the largest sand dunes in North America, for us who have seen many deserts, these sand dunes were not that impressive anymore. Probably it may also be more impressive, if you go there in spring, because then you can swim in the river, which meanders through melt water of the mountain range just in front of the dunes and that may be an real experience, water in the desert? However, we continue east and both the Smith Reservoir near Blanca and the Holowbrook Reservoir at La Junta have too little water. You can see more meadow and grass instead of water. We drive east passing a lot of nothing, green farming land on the right and left side… until we reach the border with Kansas.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Kansas bietet landschaftlich nicht viel Interessantes. Endlos lang zieht sich das Weideland und wir passieren unglaublich viele Feeding yards (Fütterstationen) mit zig Tausenden an Rinder, die dort auf engstem Raum zusammengefercht und vor der Schlachtung nochmals mit Mais gefüttert werden. Je länger man daran vorbeifährt, je mehr vergeht einem die Lust auf Fleisch! Der Gestank verfolgt uns noch lange nachdem wir an den jeweiligen Stationen vorbeigefahren sind.

Kansas doesn´t offers much of interest. The farming land stretches miles by miles and we pass through an incredible number of feeding yards with tens of thousands of cattle, which are crammed together in a confined space and fed corn before they are being slaughtered. The more you see those feeding yards, the more you lose the desire for meat! That smell continues to haunt us for a long time after we drove past the respective stations.

Als wir an einer rest area anhalten und Wasser auffüllen, überprüfen wir gleich auch noch das Öl und Wasser im Motorraum… ui, was ist denn das? Da hat sich doch tatsächlich ein Tier ein Nest aus Zellufan und altem Papier unter dem Wasserbehälter gebaut. Das war also das komische Geräusch, das ich vor ein paar Tagen nachts vernommen habe…kaum ist man mal länger als eine Nacht irgendwo, schon baut sich ein anderer ein neues Zuhause. Aber nix da, raus mit dem Nest, das ist unser Zuhause 😊! Nach einer Übernachtung bei einem Wildlife Area geht es nach Dodge City zum Walmart Parking, als es in der Nacht zu stürmen anfängt. Von schwülen 30 Grad kühlt es bis zum nächsten Morgen auf 10 Grad ab und der Regen hält sich bis wir nach Kansas City kommen. Am Morgen werden wir auf dem Walmart Parkplatz noch angesprochen, ob wir denn Ammunition (Munition) kaufen wollen. Wie, was??? Sehen wir so aus, als hätten wir Waffen dabei? Wir sind doch gar nicht in Texas, wo uns bekannt ist, dass jeder zweite eine Waffe besitzt. Kansas?

When we stop at a rest area to fill up with water, we also check the oil and water in the engine compartment … ui, what’s that? Obviously, an animal has built a nest of cellufan and old paper right beneath our water tank. So that was the weird noise I heard a few days ago at night … as soon as you are camped somewhere for more than one night, someone is already building a new home for himself. But not with us – we are getting rid of the nest immediately – this is our home 😊! After spending the night at a wildlife area, we are heading to Dodge City for Walmart parking and there is a thunderstorm at night. Having had a humid 30 degrees celsius, it cools down to 10 degrees until the next morning, and the rain continues until we get to Kansas City. In the morning we are also approached by a stranger on the Walmart parking lot asking whether we want to buy some ammunition. Wait – what ??? Do we look like we have weapons with us? We’re not in Texas, where we know that nearly every second person has a weapon. But Kansas?

K1024_P1100005
wildlife area campspot

In Hutchinson besuchen wir noch kurz das berühmte Raumfahrtmuseum und bilden uns ein wenig, bestaunen die Blackbird SR71.  Zum ersten Mal sehen wir auch ein American Football-Spiel im benachbarten kleinen Stadtstadium. Wir haben keine Ahnung von dem Spiel und freuen uns schon auf Missouri, wo wir unsere Freunde Jennifer und Aaron besuchen werden. Beide sind begeisterte Football Zuschauer und wir sind gespannt, was sie uns alles über das Spiel erklären und beibringen werden. Zuvor geht es aber zunächst vorbei an vielen vielen Windrädern nach Kansas City, wo wir unseren Freund Dave wiedersehen werden.

In Hutchinson, we visit the famous Space museum for a short while and have a look at the Blackbird SR71. For the first time we also watch an American football game in the neighboring small town stadium, but we have no idea about the rules of the game and look forward to getting to Missouri, where we will visit our friends Jennifer and Aaron. Both are avid football fans and we are curious what they will explain and teach us about the game. Before that, however, we are passing many many wind turbines getting to Kansas City, where we will meet our friend Dave again. 

Advertisements

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. WolfgangUlbrich sagt:

    Super tolle Aufnahmen und eine sehr gute Beschreibung 👍

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s