schöne Zeiten am Cabo de Gata

Die zwei gemeinsamen Tage mit Simon und Panny in Las Negras sind schnell vorbei. Während sich Thomas und Panny über die alltäglichen Probleme beim Reisen und Leben unterhalten, halten wir Frauen uns fit und wandern entlang der unglaublich schönen Küste des Cabo de Gata Nationalparks. Wenn es schön ist, vergeht die Zeit wie im Flug. Und so verabschieden sich die beiden am Montag morgen auch schon wieder von uns und fahren zu ihrer Ferienwohnung für drei Wochen, wo Panny fleissig an seinem neuen Buch schreiben und Simon sich um notleidende Tiere in einem der vielen spanischen Tierheime kümmern wird.

Two days pass by quickly with Simon and Panny in Las Negras. While Thomas and Panny talk about the daily problems of traveling and living, we women try to keep us fit and hike along the incredibly beautiful coast of the Cabo de Gata National Park. When you enjoy your time, it flies by quickly. And so the two of them say goodbye to us on Monday morning and drive to their apartment for three weeks, where Panny will write on his new book and Simon will take care of distressed animals in one of the many Spanish animal shelters.

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Es wird langsam wärmer und so können wir die nächsten Tage entspannt am Strand verbringen. Dort treffen wir wieder einmal auf viele andere Wohnmobile, aber endlich auch mal auf Reisende. Schon ihr mit Schriftzügen beklebtes Fahrzeug fällt doch ein wenig auf in der weissen Flut der Hymer, Carthagos und sonstigen Wohnmobile. Wir schwatzen mit Beate und Uwe, einem Rentnerpaar aus Sachsen, die ebenfalls bereits durch Nord- und Südamerika gereist sind. Der Tag am Strand geht schnell vorbei und wir fahren zum Übernachten in das nächste Örtchen, denn offiziell ist es im Nationalpark verboten, am Strand zu übernachten. Wir wollen keinen Ärger, obwohl an diesem Strand sicher an die 10 Fahrzeuge stehen, die auch dort übernachten werden, aber wir fahren ganze 4 km zum nächsten Ort und geniessen einen ruhigen Abend in der Nähe einer alten Goldmine mit herrlichem Blick über die Landschaft. Der Sonnenaufgang am nächsten Morgen alleine war es schon wert, die paar Kilometer bergauf zu fahren.

It is getting warmer and we can spend the next few days at the beach. There we see once again many other campers, but finally also travelers. Already her truck with stickers at the side stands out amoung the white tide of Hymer, Carthagos and other campers. We chat with Beate and Uwe, a pensioner couple from Saxony, who have also traveled through North and South America. The day at the beach passes quickly and we drive to the next village, because officially it is forbidden to camp in the national park. We do not want any trouble, although at this beach are probably 10 vehicles, which will stay there overnight, but we drive the less than 4 km to the next town and enjoy a quiet evening near an old goldmine with stunning views over the countryside. The sunrise the next morning alone was worth to drive the few miles uphill.

Zum Entspannen und Sonne tanken geht es dann wieder bergab zum Strand, wo wir den Tag wieder gemeinsam mit Beate und Uwe sowie Marita und Uwe, einem ebenfalls weit gereistem Paar aus Norddeutschland, verbringen. Gerade haben wir uns noch über die Vor- und Nachteile der verschiedensten Reisefahrzeuge unterhalten, schon stecken wir im Sand fest, als wir gegen Abend gemeinsam zum Übernachtungsplatz bei der Goldmine fahren wollen. War das ein Wink des Schicksals? Gerade sprachen wir noch über Allradfahrzeuge und im nächsten Moment wünschte ich, wir hätten doch einen. Beim Rückwärtsfahren ist Thomas in einem kleinen Sandloch steckengeblieben und nix ging mehr. Unser Wohnmobil ist dann auch noch so schwer, dass der Versuch, uns mit dem kleineren Karman-Wohnmobil von Marita und Uwe herauszuziehen, kläglich scheiterte. Nur mit Hilfe der grossen und stabilen Sandbleche von Beate und Uwe konnten wir uns nach knapp einer viertel Stunde und etlichen Ratschlägen der Schaulustigen am Strand endlich befreien. Man lernt durch Erfahrung sagt man, gell! Da sind wir die letzten Jahre mit verschiedensten Offroad und Allradfahrzeuge in Ländern mit Wüsten und viel Sand unterwegs und bleiben niemals stecken, und kaum steht man nichtsahnend am Strand von Spanien, schon sackt man ein. Demnächst sind wir doch etwas vorsichtiger mit dem Womo unterwegs und schauen genau, wie der Untergrund ist.

To relax and soak up the sun, we drive back downhill to the beach, where we spend the day together with Beate and Uwe as well as Marita and Uwe, a couple from northern Germany. We have just talked about the pros and cons of the variety of touring vehicles, when we get stuck in the sand, just when we wanted to drive together to the overnight place at the goldmine. Was that a hint of fate? We were just talking about four-wheel driving vehicles and the next moment I wished we had one. When reversing Thomas got stuck in a small sand hole and nothing helped. Our motorhome is so heavy that the attempt to pull us out with the smaller Karman RV from Marita and Uwe failed miserably. Only with the help of the large and stable sand boards of Beate and Uwe we were able to free ourselves after almost a quarter of an hour and a lot of advice from the onlookers on the beach. You learn by experience, one says, right! Since we have been traveling the last few years with various offroad and four-wheel drive vehicles in countries with deserts and a lot of sand on the road and never got stuck, and while you hardly expect to get stuck on the beach of Spain, you are already bogged. For the future we are a little more cautious with the new vehicle and look exactly how the underground is.

Als wir ein paar Tage später wieder auf unbefestigtem Untergrund übernachten und es in der Nacht stark zu regnen anfängt, sind wir beide hellwach, packen zusammen und fahren morgens um 5 Uhr auf die Teerstrasse zum nächstmöglichen Platz, wo wir sicher sein können, auch wieder davon wegfahren zu können und nicht im Schlamm steckenzubleiben. Sind wir mittlerweile paranoid? Nein, aber wir kennen langsam die Grenzen dieses Fahrzeuges. Wie Thomas immer schön sagt: „einen Tod stirbst du immer“. Haben wir nun mit dem neuen Reisemobil mehr Komfort mit eigenem WC und Dusche, Backofen und geräumiger Küche, Stehhöhe für mich im Fahrzeug, so ist es doch sehr schwer, hat einen Frontantrieb, manchmal nicht ausreichend PS für die Schwere des Fahrzeuges. Aber wir haben es uns ja selbst ausgesucht und sind gespannt, wie sich das Fahrzeug in Nordamerika bewährt. Für Europa mit den interessanteren kleineren Strassen und vielen Kurven erscheint uns ein kleineres Fahrzeug weitaus geeigneter.

A few days later, when we spend the night again on unpaved ground and it starts to rain heavily during the night, we are both wide awake, packing up and driving at 5 o’clock in the morning onto the paved road to the next possible place, where we can be sure to be able to drive away and not get stuck in the mud. Are we paranoid by now? No, but we are slowly getting to know the limits of this vehicle. As Thomas always says: „you always die one death“. While we now have a new motorhome with more comfort with private toilet and shower, oven and spacious kitchen, standing height for me within the vehicle,  on the other hand it is sometimes difficult to drive as it has a front-wheel drive, sometimes not enough horsepower for the heaviness of the vehicle. But we chose it ourselves and are curious to see how the vehicle proves itself in North America. For Europe with the interesting smaller roads and many curves, a smaller vehicle seems far more suitable.

Wir verbringen knapp 2 Wochen in der Gegend des Cabo de Gata Nationalparks und wandern ein wenig entlang der ausgewiesenen Wanderwege. Wir brauchen hier nicht weit zu fahren und finden jeden Tag einen schönen Platz zum Übernachten. Ein Vorteil des eigenen Badezimmers. Wir brauchen ja eigentlich nur einen Parkplatz. Die einsamen Plätze am Strand oder in den Bergen sucht man um diese Jahreszeit in Spanien jedoch vergeblich, zumindest wenn man in einem so grossen Fahrzeug, wie wir es haben, unterwegs ist. Wir denken immer, es liegt am Herdentrieb. Ach da steht schon ein Womo, da kann ich mich auch unbehelligt hinstellen. An einem ruhigen Plätzchen, wo man am Mittag noch alleine stand, wird es richtig geschäftig gegen Abend, wenn sich ein Wohnmobil ans andere reiht. Ich weiss, ich hab es bereits im letzten Bericht geschrieben, aber es ist für Reisende wie uns wirklich unglaublich, wie viele Wohnmobile unterwegs sind… wir haben bereits andere gehört, die dies nur als die „weisse Flut“ bezeichnen und so kommt es uns auch wirklich vor!

We spend almost 2 weeks in the area of ​​the Cabo de Gata National Park and walk a little along the designated trails. We do not need to drive far and find every day a nice place to stay. An advantage of your own bathroom. What we need is only a parking space. The lonely places on the beach or in the mountains you have to be looking for at this time of year in vain, at least if you are traveling in such a big vehicle, as we have it. We always think it’s the herd instinct. Oh, there is already a campervan, so I can stay there unmolested too. On a quiet spot, where you are alone at noon, it gets really busy in the evening, when one motorhome stands next to the other. I know, I already wrote it in the last report, but it’s really unbelievable for travelers like us, how many motorhomes are on the road … we’ve already heard others, who call this just the „white tide“ and that’s how it really seems to us!

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sunrise at the beach
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white tide 😉
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