Test-Tour: wir überwintern in Spanien

Als wir unser neues Reisefahrzeug beim Verkäufer abholen, fängt es auch gleich zu schneien an, die erste Fahrt fängt ja schon mal unter erschwerten Bedingungen an. Sind das schon die ersten Vorboten, wie es mit der nächsten Reise weitergeht? Im stärksten Schneetreiben, was wir seit Jahren erlebt haben, fahren wir einmal quer durch Deutschland. Ohne Winterreifen und nicht geräumter Autobahn! Ich bin froh, ist Thomas als „Schwarzwälder“ im Schnee fahren gewöhnt und so kommen wir gut voran. Nach ein paar Tagen in der Heimat geht es für uns weiter nach Holland, wo wir Asyl und Unterstützung bei unseren Freunden Diane und Johan erhalten. Eine Woche lang arbeiten wir gemeinsam am und im Womo, es wird geputzt, repariert, ver- und ausgebessert. Ohne die Hilfe der beiden wären wir wohl immer noch nicht wieder unterwegs. Vielen lieben Dank nochmal dafür!!!

We picked up our new travel vehicle and it started snowing, the next trip already starts under difficult conditions. Are these the first obstacles before continuing with the next trip? In the strongest snow falls, which we have experienced for years, we are driving across Germany. Without winter tires and driving on a snowed in highway! I’m glad Thomas is accustomed to driving in snow as he grew up in the Black Forest and so we were making good progress. After a few days in my hometown, we continue to the Netherlands, where we get asylum and support from our friends Diane and Johan. For a week we work together on and in ad around the camper, cleaning, repairing, mending and fixing. Without the help of the two of them, we would probably still not be traveling again. Thank you again for that!!!

Nach den Feiertagen bei Thomas`Mom verbringen wir noch ein paar Tage bei Freunden im Süden Deutschlands und dann war soweit alles gepackt und wir am 6.1. startklar. Morgens um halb elf Uhr, der Schlüssel zur Wohnung unserer Freundin Steffi, die uns dankenswerterweise wieder einmal für die kurze Zeit aufgenommen hatte, in den Briefkasten geworfen und schon sassen wir im Womo. Gerade lief er noch und Thomas fuhr rückwärts aus der Parklücke und im nächsten Moment – nix geht mehr! Motor aus! Anlasser dreht durch, aber er springt nicht an! Was nun? So startet unsere Test Tour mit dem Wohnmobil nach Spanien mit einem Anruf beim ADAC.

After the holidays at Thomas ‚ Mom´s place we spent a few days with friends in the south of Germany and then when everything was packed we were ready to go on the 6th of January. In the morning at half-past eleven o’clock, the key to the apartment of our friend Steffi, who thankfully took us in again for the short time, was thrown in the mailbox and we sat in the camper to drive on, the motor was just running fine and Thomas drove backwards out of the parking lot when in the next moment – the motor stopped! Engine off! The starter is spinning, but it’s not jumping to a proper running engine! What now? So our test tour with our new motorhome to Spain starts with a call to the automobile club ADAC.

Kaum eine dreiviertel Stunde später ist der nette junge Mann vom ADAC samt riesigem Abschleppwagen da und er bringt das Fahrzeug Gott sei Dank wieder zum starten, da er uns aber nicht sagen kann, wieso der Fiat vorher nicht angesprungen ist, rät er uns, bis zum Montag mit unserer Reise zu warten und beim nächsten Fiat Händler einen Check zu machen. Leider geht es an diesem Samstag nicht mehr, da es in Baden-Württemberg Feiertag ist! Also parken wir rückwärts wieder in die Parklücke ein und überlegen, was wir tun… und in diesem Moment geht der Motor wieder von alleine aus… Mist, so können wir nicht nach Spanien fahren, ist der erste Gedanke! Thomas hatte jedoch gerade in dem Moment die Hülle des Navi-Gerätes in das Schubfach gelegt, als es mir in den Sinn kam – des Rätsels Lösung war eine nachträglich eingebaute Wegfahrsperre des Vorbesitzers, der Schalter befindet sich nicht sichtbar genau an der Seite des Schubfaches. Beim Reinlegen der Hülle sind wir wohl an den Schalter gekommen und damit haben wir die Wegfahrsperre eingeschaltet. Schalter wieder ausgeschaltet und schon sprang der Fiat wieder an! Immer für einen Lacher gut – sollte es das wirklich gewesen sein?!

Barely three quarter of an hour later, the nice young man from the ADAC arrived with a huge tow truck and he can start our car again, but since he can’t tell us why the Ducato stopped running beforehand, he advises us to start our trip not before Monday, to await the weekend and to make a check at the next Fiat dealership. Unfortunately this Saturday is a public holiday and everything is closed! So we drive back into the parking space and think about what we are going to do… and at this moment the engine stops again on its own… Crap, so we can’t go to Spain, is our first thought! Thomas had just put the case of the Navi device in the drawer, when it came to my mind – the puzzles solution was the built-in immobilizer from the previous owner, the switch is not visible but exactly at the side of the drawer where Thomas put that case. We obvouisly turned on the immobilizer. As soon as we turned off the switch again, the Fiat started running! Always good for a laugh – was it really that simple?!

Und tatsächlich, wir fahren los und kommen am ersten Tag aufgrund des Feiertages gut voran! Zum Übernachten fahren wir auf einen freien Wohnmobilstellplatz in Cousance, einem kleinen Örtchen nördlich von Bourg en Bresse. Am nächsten Morgen testen wir auch gleich mal die erste Abwasserentsorgungsstation, entleeren unsere Tanks und füllen unseren Wassertank voll. Gemütlich geht es immer weiter der Sonne entgegen, vorbei an überschwemmten Flüssen und kleinen Ortschaften bis nach Sete, wo wir auf einem Stellplatz am Strand endlich am Mittelmeer angekommen sind. Es ist ziemlich stürmig, so dass wir den Abend leider im Wohnmobil verbringen müssen. Ohne Probleme geht es am nächsten Tag weiter bis nach St. Cypres, kurz vor der spanischen Grenze, wo wir auf einem Park in der Nähe vom Strand unser Womo im Regen abstellen. Als am Nachmittag sich der Regen verzieht, hält neben uns ein Fahrzeug und ein dicklicher kleiner Mann steigt aus und spricht Thomas an. Er suche jemanden für Sex, was? Wo sind wir denn hier gelandet? Ist dies hier ein Sextreffpunkt? Es stehen noch ein paar französische Wohnmobile hier, also dachten wir, es ist ein ganz normaler Stellplatz, aber scheinbar ist er doch etwas anderes….na was solls, die Nacht verbringen wir ohne Vorkommnisse und der Blick auf schneebedeckten Berg beim Sonnenaufgang am nächsten Morgen ist einfach toll!

Actually yes, we’re going to drive south and because of the holiday it is really nice to drive on the street! For our first night in our new home we find a nice free spot in Cousance, a small village north of Bourg en Bresse. The next morning we also test the first disposal station, empty our tanks and fill our water tankl. We are slowly driving towards the sun, past flooded rivers and small villages towards the small town of Sete, where we finally reach the Mediterranean Sea. It is quite stormy, so we have to spend the evening in our motorhome. Without any problems, the next day we continue to St. Cypres, close to the Spanish border, where we park our camper in the rain in the vicinity of the beach. In the afternoon a vehicle stops next to us and a little bellied man gets out and starts talking to Thomas. He’s looking for someone to have sex with? Where did we end up here? Is this a sex meeting point? There are also a couple of French motorhomes here, so we thought it’s a normal overnight spot, but apparently it’s also a bit otherwise….but we spend a quiet night without any incidents and the view of snow-capped mountain at the sunrise the next morning is just great! 

Als wir die Grenze nach Spanien erreichen, scheint die Sonne uns warm ins Gesicht und kein Wölkchen ist am Himmel! So haben wir uns das vorgestellt! Nach knapp 5 Wochen in Deutschland bei grauem und regnerischen/verschneitem Wetter sind wir froh, wieder in der Sonne zu sein.

When we reach the border to Spain, the sun is shining warmly in our face and no clouds is in the sky! That’s how what we have imagined! After almost 5 weeks in Germany in grey and rainy/snowy weather we are happy to be back in the sun.

Mein Spanisch wird gleich wieder gebraucht, als wir in Pineda de Mar den Besitzer des Stellplatzes anrufen müssen, um eingelassen zu werden. Obwohl er Katalanisch und nicht Spanisch spricht, verstehen wir uns super. Der starke und kühle Wind beim vorabendlichen Strandspaziergang macht uns deutlich, wir müssen weiter nach Süden, hier ist es definitiv noch zu kalt. Deswegen fahren wir am nächsten Tag an Barcelona vorbei und finden einen Übernachtungsplatz beim Castello Sant Jordi. Und wieder einmal stehen wir nicht alleine, sondern sind umgeben von zig holländischen Wohnmobilen! Kennen die denn alle kostenfreien Plätze? Eigentlich ist es nur ein Parkplatz, doch der Blick über die Bucht ist fantastisch und so verbringen wir die Nacht bei starkem Windsturm an der Klippe!

My Spanish is needed again when we have to call the owner to get into the camping in Pineda de Mar. Although he speaks Catalan and not Spanish, we understand each other very well. The strong and cool wind in the evening during our beach walk makes us clear, we should continue south, here it is definitely still too cold. That’s why we drive past Barcelona the next day and find a place to stay at the Castello Sant Jordi. And once again we are not alone, but surrounded by a lot of Dutch mobile homes! Do they know all the free spots? Actually it is just a parking lot, but the view over the bay is fantastic and we spend the night in a strong wind on that cliff!

Wir fahren für die nächsten zwei Tage ein paar Kilometer ins Landesinnere und schauen uns die maurische Burg Castell de la Suda in Tortosa an. Der Weg hinauf auf die Burg hat sich gelohnt, denn der Ausblick über die Stadt ist toll. Der kostenfreie Stellplatz am Ufer des Ebros ist etwas lauter, da sich direkt darüber eine Autobrücke über den Ebro befindet, aber wir sind von Südamerika einiges gewöhnt, so dass wir ausgezeichnet schlafen. Auch können wir hier unser Schwarzwasser ohne Probleme entsorgen und frisches Wasser umsonst auffüllen, bevor wir die nächsten Tage im Ebro Delta in einem Naturpark verbringen. Dort treffen wir wieder auf die beiden Holländer Anna und Victor, die wir bereits in Pineda de Mar kennengelernt haben und sitzend schwatzend inmitten der weissen Wohnmobile. Im Verlauf des Nachmittags hat sich der Stellplatz mit mehr als 40 Wohnmobilen gefüllt, wir mit unserem 18 Jahre alten Womo und die beiden Holländer mit ihrem selbstausgebauten Fiat Kastenwagen fallen auf, sonst stehen hier nur lauter grosse und neue Wohnmobile herum. Unsere direkten Nachbarn haben sogar einen kleinen Smart in der Garage dabei!

We drive for the next two days a few kilometers inland and look at the old castle of Castell de la Suda in Tortosa. The walk up to the castle was totally worth it, because the view over the city pays for the exhaustion. The free parking space close to the banks of the Ebro is a little louder, as it is right below a busy bridge over the Ebro, but we are accustomed to a lot of noise in South America so that we sleep excellently. We can also dispose of our black water without any problems and fill up fresh water for free before we spend the next days in a natural park in the Ebro delta. There we meet again the two Dutch Anna and Victor, who we have already met in Pineda de Mar and are sitting together chatting in the midst of the white motorhomes. In the course of the afternoon the camping spot has been filled with more than 40 motorhomes, we stand out with our 18 year old camper and the two Dutch with their self-developed Fiat, otherwise there are only big and new mobile homes around us. Our direct neighbors even have a little smart car in the garage!

Als wir ein paar Tage später in Oropesa del Mar ankommen und den Campingplatz aufsuchen, auf dem Thomas´Eltern immer überwintert haben, sind wir wieder einmal geschockt! So viele Wohnwagen und Wohnmobile … es befinden sich hier gleich 5 Campingplätze und alle sind gut gebucht. Es ist hier wohl das Rentnerparadies, denn wir sind die Jüngsten hier. Aber wir wollen ein paar Tage Ruhe geniessen, das beheizte Schwimmbecken nutzen und vor allem die Sonne und guten Temperaturen, um weiter am Wohnmobil zu bauen und zu verbessern!

When we arrive a few days later in Oropesa del Mar and visit the campsite where Thomas ´ parents have always spent their winter time, we are a little bit shocked! So many caravans and motorhomes… There are 5 campsites and all are very well booked. This is probably the pensioner’s paradise, because we are the youngest here. But we want to enjoy a few days of rest, use the heated swimming pool and – above all – the sun and good temperatures while we continue building and improving our motorhome!

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sunset over Oropesa del Mar
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