sunshine and rain – driving the Carretera Austral

Vorbei am Lago General Carrera, der auf argentinischer Seite noch Lago Buenos Aires heisst und der zweitgrösste See Südamerikas ist, geht es auf einer Schotterpiste in Richtung Cochrane. Gott sei Dank scheint die Sonne, obwohl der Wind uns eisig um die Nase weht. Schade, dass sich Thomas angestrengt auf die Strasse konzentrieren und den Schlaglöchern ausweichen muss, so bekommt er nur wenig von den atemberaubenden Ausblicken auf die schneebedeckten Berge und den See im Vordergrund mit. Wir finden einen tollen Übernachtungsplatz und genug Feuerholz für ein kleines Asado.Passing the Lago General Carrera, on the Argentinian side the lake is called Lago Buenos Aires and is the second largest lake in South America, we drive on on a gravel road towards Cochrane. Thankfully, the sun is shining, although the wind blows icy around our noses. Too bad that Thomas has to concentrate hard on the road to avoid the potholes, so he has little time to take in the breathtaking views of the snow-capped mountains and the lake in the foreground. We find a great place to stay for the night and enough firewood for a small asado.

 

In Puerto Guadal versucht Thomas wieder einmal vergeblich sein Anglerglück…wir freuen uns umso mehr auf Chiloe und die Küste von Chile, wo wir mehr Fisch von erfolgreicheren Fischern abkaufen können.

In Puerto Guadal, Thomas tries again his fishing luck in vain … we are all the more looking forward to Chiloe and the coast of Chile, where we can buy fresh fish from more successful fishermen.

 

Der Sprinter kämpft sich vorbei am Rio Backer auf mehr oder weniger guten Wellblechpisten, in den Kurven schlingert das Hinterteil ganz schön, da die Rillen so ausgeschlagen sind, dass unsere Reifen kaum greifen. Wir gelangen nach Cochrane als es gerade Siesta ist und entschliessen uns, weiter bis zum Lago Esmeralda zu fahren, wo wir zwar direkt an der Strasse, aber auch direkt am See ein nettes Plätzchen für ein Feuerle und die Nacht finden. Die einheimische Jugend kennt diesen Platz auch, denn als wir unser Lager aufgeschlagen haben, kommen 5 Jugendliche, die 50m von uns entfernt ebenfalls ein kleines Asado machen wollen. Leider hat´s ringherum kein grösseres Holz mehr und wir hatten gott sei Dank unseres vorher schon am Strassenrand zusammengesammelt. In Ermangelung von Baumholz wird von den Jugendlichen typisch südamerikanisch einfach die hölzerne Strassenbegrenzung zum Verfeuern genommen… Wegweiser ade! Als sie dann uns nach Salz und einem Messer fragen, schütteln wir einmal mehr unsere Köpfe. Wie will Jugend denn grillen ohne Holz, ohne Salz fürs Fleisch und ohne Messer oder Grillzange. Tja – wie gut, dass es vorbereitete Reisende als Nachbarn gibt – wa!!!

The Sprinter is driving past Rio Backer on more or less good corrugated roads, in the curves the rear tires are slithering quite a bit, because the road is so corrugated and worn out that our tires barely hold the ground. We get to Cochrane exactly at siesta time and decide to continue to Lago Esmeralda, where we find a nice spot for a campfire and spent the night directly next to the road, but also directly on the lake. The local youngsters know this place too, because when we pitched our camp, 5 teenagers are coming too to make a small asado 50m away from us. Unfortunately, there was not a lot of wood around and luckily, we had collected our wood previously along the roadside. In the absence of tree wood, the youngsters – typically South American – just burnt the wooden road signs … Goodbye signposts! Once more we shake our heads in disbelief, when they come and ask us for salt and a knife. How does they make a barbecue without having wood, without salt for the meat and without knives or barbecue tongs? Well – how convenient that there are always prepared travelers as neighbors around – or !!!

 

Die Nacht war ruhig und so beschliessen wir, den Tag und nächste Nacht auch noch an diesem tollen Plätzchen zu verbringen. Wir waschen Wäsche und Thomas versucht wieder einmal sein Anglerglück bis am frühen Nachmittag zwei Autos halten und 5 Männer und 2 Frauen und 4 Kleinkinder aussteigen nur mit Chipstüten und Bierdosen im 24er Pack im Gepäck. Wir lassen uns nicht beirren und denken uns, die sind am Abend ja wieder weg… als sie jedoch anfangen, sich an unserem vorher mühsam zusammengesuchten Holz mit einer Selbstverständlichkeit („wir sind Chilenen und das ist unser Holz“-Kommentar) zu bedienen, packen wir kurzerhand zusammen und fahren gezwungenermassen auf den nächsten Camping in Cochrane. Eine gute Entscheidung, denn wir lernen Xaver aus der Nähe von München kennen, der alleine mit seinem Fahrrad unterwegs ist und wir verbringen einen netten Nachmittag im Gespräch mit ihm.

The night was quiet and so we decide to spend the day and next night at this great place. We washed some clothes and Thomas tried his fishing luck until the early afternoon when two cars with locals (5 men, 2 women and 4 infants) were stopping and came to our spot with lots of bags of chips and beer cans in packs of 24cans. We are not stressed and think to ourselves, they are gone in the evening … but when they start to take our previously hard gathered wood without hesitation (like: „we are Chileans and this is our wood“ comment), we pack up and drive to the next campsite in Cochrane. A good decision, because we met Xaver from Munich, who is traveling alone on his bike and we spent a nice afternoon chatting with him.

 

Die Sonne scheint und wir fahren weiter gen Norden, denn es ist uns immer noch zu kalt im Süden. Vorbei am Lago Bertrand geht es auf der berüchtigten Carretera Austral weiter gen Norden. Wir sind diese bereits im Jahre 2009 mit den Motorrädern gefahren, aber leider damals noch mehr im Regen. Nun können wir die Aussicht zumindest bei halben Sonnenschein geniessen und fahren langsam gen Norden, wo uns der Regen leider in Puyuhuapi wieder einholt und bis auf die Insel Chiloe verfolgt. Vom Vulkan Chaiten, den wir im Jahr 2009 nicht gesehen haben, da dieser ein halbes Jahr zuvor ausgebrochen und halb Chaiten unter sich vergraben hatte, sehen wir auch leider dieses Mal nichts. Es ist regnerisch und bewölkt, als wir in Chaiten ankommen. So buchen wir die Fähre für den nächsten Tag und verbringen eine Nacht in der Nähe des Hafens, wo sich zum Sonnenuntergang die Wolken öffnen und wir doch noch zwei Delfine im seichten Wasser bewundern können.

The sun is shining and we continue north, because it is still too cold for us in the south. Passing Lake Bertrand, we continue north along the famous Carretera Austral. We drove this part of the Carretera Austral already in 2009 with the motorcycles, but unfortunately at that time we had a lot of rain. Now we are enjoying the view in sunshine and drive slowly to the north, where the rain unfortunately caught up again in Puyuhuapi and followed us all the way to the island of Chiloe. From the volcano Chaiten, which we did not see in 2009 as it had errupted in 2008 and at that time half of Chaiten was burried under ashes, unfortunately we didn´t see anything this time. It was rainy and cloudy when we arrived in Chaiten. So we booked the ferry for the next day and spent the night near the harbor, where at least the clouds opened up a bit for a nice sunset and we could see two dolphins in the shallow water.

 

 

 

 

Am nächsten Morgen geht´s bei sonnigerem Wetter mit der Fähre von Chaiten nach Quellon, wo wir die Nacht am südlichsten Punkt der Panamericana verbringen. Am nächsten Tag kaufen wir frischen Fisch (Merluza) und frische Muscheln am Strassenrand … dafür ist Chiloe bekannt – leeeeeecker !!!

The next morning we take the ferry from Chaiten to Quellon – luckily in sunshine. In Quellon we spent the night at the southernmost point of the Panamericana. The next day we buy fresh fish (Merluza) and fresh mussels along the roadside … this is what Chiloe is known for – yummy!

 

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